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KI-Investitionen: Die ROI-Lücke.

Warum KI außerhalb der Tech-Giganten bisher keinen messbaren Ertrag liefert und warum Token-Ausgaben eher Kosten als Wachstum sind.

Philipp R. Stegmann Von Philipp R. Stegmann · 27. Oktober 2026 · ~4 Min. Lesezeit

Ich beobachte eine wachsende Diskrepanz zwischen den technologischen Versprechen von KI-Agenten und der tatsächlichen Bilanz in der breiten Wirtschaft. Während die großen Tech-Konzerne ihre Effizienz durch KI massiv steigern, zeichnet sich für den Rest der Unternehmen ein ernüchterndes Bild ab.

  • ✅ Torsten Slok, Chefökonom von Apollo, stellt fest, dass die „S&P 493“ – also die großen US-Unternehmen ohne die sieben Tech-Giganten – trotz massiver Investitionen keinerlei Steigerung beim Umsatz pro Mitarbeiter oder bei den Gewinnmargen verzeichnen laut einer aktuellen Untersuchung.
  • ❌ Die Schlagzeilen über einen „Null-Ertrag“ durch KI sind eine Zuspitzung der Datenlage; die Analyse besagt primär, dass die bisherigen Investitionen noch nicht zu einem messbaren Produktivitätswachstum in den Kernkennzahlen geführt haben wie Slok in seiner Stellungnahme präzisiert.

Das Problem liegt in der Art der Ausgaben. Viele Unternehmen beginnen, Token-Ausgaben und die damit verbundene Infrastruktur nicht mehr als Wachstumstreiber, sondern als reine Kostenstelle zu betrachten, die die Margen belastet. Solange KI-Anwendungen primär als leistungsfähige Rechner statt als Partner für komplexe geschäftliche Entscheidungen eingesetzt werden, bleibt der erhoffte Hebel für die Profitabilität aus. Für Unternehmen bedeutet das, dass die Einführung von KI weg von der bloßen Automatisierung hin zur echten Wertschöpfung in Prozessen gehen muss. Die entscheidende Frage für die kommenden Quartale ist, ob die Investitionen in agentische Workflows tatsächlich die Umsatzkennzahlen bewegen oder lediglich die operativen Kosten für die automatisierte Vertriebsarbeit erhöhen.

Was bedeutet das für B2B-Vertrieb?

Das betrifft die Budgetplanung für Sales-Tech-Investitionen. Vertriebsleiter sollten prüfen, ob KI-Tools tatsächlich die Abschlussquote oder die Geschwindigkeit im Sales-Cycle erhöhen oder ob sie lediglich die operativen Kosten für die Lead-Generierung durch steigende Token-Ausgaben erhöhen, ohne den Output zu verbessern. Was eine Einordnung für das eigene Vertriebsteam kostet, steht transparent unter Preise für KI-Beratung im Vertrieb.

Quellen

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Philipp R. Stegmann
Über den Autor Verifizierter Experte

Philipp R. Stegmann

Unternehmer, Sales-Experte und KI-Berater mit über 15 Jahren operativer Praxis im Aufbau und der Skalierung digitaler B2B-Vertriebsorganisationen. Begleitet mittelständische und Enterprise-Vertriebsteams bei der profitablen Einführung von Künstlicher Intelligenz.

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